Wie Ihr ja wisst, ist Michael nicht nur in Madeira aktiv, sondern
verreist auch ab und zu. Daher war ich im Frühjahr schon in Sardinien, habe im Mai
einen neuen Freund in den französischen Meeralpen gefunden und bin nun schon
wieder seit fast vier Wochen on the road.
Derzeit sind wir in den Hohen Savoien in Frankreich,
Michael hat ein paar Gäste für einen Canyoningurlaub. Da hab ich die Gelegenheit
beim Schwanz gepackt (oder wie das genau heißt) und habe ganz süß
geguckt und darum gebeten, dass ich endlich mal mit zum Canyoning
darf.
Canyoning in den Hohen Savoien
12. Oktober 2022
Also hat Michael mir einen kleinen Neoprenanzug geschneidert, einen Eichhörnchen
tauglichen Gurt geknüpft und einen Helm der legendären Firma Nutzl
organisiert. Mit speziellen Ausschnitten für meine kleinen Ohren.
Bevor es losging musste ich aber erstmal das Abseilen üben. Zum Glück
gibt es in Michaels Bus einen kleinen Standplatz.
Nach einer halben Stunde Autofahrt waren wir dann endlich am Parkplatz der Tour Rots de Balme. Ich war natürlich als erster mit den Vorbereitungen fertig. Die anderen trödeln immer etwas rum. Hier noch ne Kamera verstauen, dort noch ein Seil packen...
Ist dieser Helm nicht ein Traum?
Damit ich die Tour auch heile überstehe, habe ich das obligatorische
Boot bekommen, in meinem Fall sogar eines mit Deckel.
Faul wie ich bin, habe ich mich damit zum Einstieg tragen lassen.
Und schon zu Beginn ging die Canyoning Action voll los, der erste Wasserfall war ein paar Meter hoch und ich durfte ganz alleine abseilen. Zum Glück hatte ich ein eigenes Seil und einen speziellen Karabiner. Und den Halbmastwurf hatte ich ja schon im Auto gelernt.
Im unteren Abschnitt der Schlucht gabe es viele kleine Rutschen und Sprünge,
aber das war erstmal noch nichts für mich, weil die ganz schön hoch waren.
Ich bin also einfach in meinem Boot geblieben.
Später habe ich den anderen zugeguckt.
Am Schluß mussten wir ein steiles Stück durch den Wald nach oben laufen,
auch wenn ich sehr gerne durch die Bäume tobe, habe ich die bequeme Masche bevorzugt.
Schließlich habe ich ja den Guide auch dafür bezahlt, dass er mich trägt.
Am Parkplatz habe ich dann noch ein paar Mal das Abseilen im Trockenen geübt.
Das durfte ich sogar ohne Helm machen.
â Abseilen ist fast so gut wie Nüsse knabbern! â
Mucki - hin und weg
Auf dem Weg zurück nach Hause waren wir noch im Bergsportgeschäft Nusscathlon, da gab es Seile im Angebot. Ich habe mir daher gleich einen 50 Meter Vorrat zugelegt, immerhin habe ich gehört, dass die Seile öfter kaputt gehen.